Amtsblatt Tharandt

Tharandt-BERLIN-Tharandt UND REtour 2012

Die kürzeste Nacht des Jahres sollte es möglichst sein, an der die „Longtour“ des „Radteam Tharandter Wald“  2012 nach Berlin führen sollte. 400 Kilometer und 1200 Höhenmeter waren am Stück zu bezwingen.

Am Ende waren es tatsächlich so viele Kilometer wie voraus berechnet, allerdings 400 Höhenmeter mehr. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit (!) von immerhin 30,5 km/h konnte sich sehen lassen.

Für diese Fahrt waren im Vorfeld viele logistische Aufgaben zu erledigen, was einiges an Aufwand für die Organisatoren bedeutete. Die letztendlichen Teilnehmer konnten auch leider erst wenige Tage vor dem Start der Tour kalkuliert werden, da viele Leistungsträger des Teams bei anderen Wettkämpfen starteten. Am Ende stand fest, dass 6 Fahrer dabei sein würden. Allerdings nur zwei (Frank  Kempe und Martin Lindt), die die gesamte Strecke fahren wollten oder konnten.

Annett Fournes übernahm als Sponsor die Verpflegung und Betreuung der Mannschaft, d.h sie kaufte ein, bereitete das Essen vor, baute vier Mal das Buffet auf und fuhr den Teambus. Zusätzlich linderte sie die zwangsläufig auftretenden Wehwechen, machte müde Beine oder Rennradfahrerkörper mit diversen natürlich pflanzlichen, sowie farblichttechnischen Methoden wieder fit, genau wie auch im täglichen Betrieb ihrer Praxis in Dorfhain .

Pünktlich vier Uhr früh starteten die Teilnehmer an der Postsäule zu Tharandt das Abendteuer und erlebten einen überwältigenden Sonnenaufgang, nachdem in Meißen die Elbe überschritten wurde.

Verpflegungspausen in Finsterwalde und Baruth waren willkommene Stopps, um sich pflegen zu lassen oder die Reserven aufzufüllen

Viele Kilometer auf sehr guten Straßen. Doch nun verabschiedeten sich zwei Renner, Christoph Knoch und Wolfgang Miersch, aus Zeit- und Vorverletzungsgründen kurz vor dem Ziel. Nunmehr vier Berlinfahrer gab es jetzt, die den frühen Morgen ohne nennenswerten Wind, dafür aber mit blauem Himmel, seidig frischer Luft, saftig grünen Wiesen, Wäldern und Feldern in schönsten Grüntönen, aufgelockert mit den bunten Sommerblumen, die hier und da in den Feldern standen, genießen konnten. . Nach sechs Stunden Fahrzeit wurden die Zahlen der Entfernungsangaben nach Berlin endlich zweistellig.

15 Kilometer vor Berlin stellte Annett Fournes dann das Auto ab und setzte sich selbst aufs Rennrad, um die finalen Kilometer bis zum Ortseingangsschild Berlins mit den Ultramarathonfahrern mit zu kurbeln. Nach 198 Kilometern dann das Schild „BERLIN“. Glückliche Gesichter strahlten mit der Mittagssonne um die Wette. Die Hälfte der Strecke war nun geschafft. Der Rückweg gestaltete sich trotz Gegenwind recht angenehm. Es ging wie schon auf dem Hinweg weiter zügig vorwärts.

Stopps an den gleichen Stellen wie auf der Hinfahrt. 18 Uhr setzten sich die letzten drei Marathonfahrer bei Finsterwalde in Richtung Tharandt in Bewegung. Sven Raak stieg nun wieder in den Bus. Der Gastfahrer des Teams aus Spechtshausen hatte über Stunden auf mehr als 250 Kilometern eine hervorragende Leistung gezeigt. So fuhren nun noch Jean-Pierre Fournes, Frank Kempe und Martin Lindt die restlichen Kilometer über Großenhain, Meißen, Wilsdruff zurück nach Tharandt.

Der „Plossen“ in Meißen stellte sich noch einmal 25 Kilometer vor dem Ziel breitschultrig mit bis zu 14 % Steigung in den Weg. Beeindrucken konnte das aber niemanden. Mit rundem Tritt und direkt leichtfüßig, kurbelten alle den Berg hinauf.

Die finalen Kilometer zeigte sich der Tag abermals von seiner schönsten Seite. Traumhaftes Sommerwetter hatte sicherlich auch seinen Anteil daran, dass die Rouleure so gut zu Recht kamen. Nach reichlich 13 Stunden reiner Fahrzeit im Rennsattel dann das Ortseingangsschild von Tharandt.

Zum Schluss schmeckte das obligatorische Feier - Bier des Tages hervorragend und alle waren happy. Für jeden Teilnehmer und das nette Empfangskomitee hatte Annett Fournes noch eine kleine handgemachte Überraschung parat: Eine exklusive Finishermedaille in Form eines mit von Hand gefrästen Sonnenbrillenglasrohlings, inklusive Widmung zur „LongTour 2012“.

Fazit: Die Mannschaftsleistung und der Zusammenhalt aller Fahrer und der guten Geister im Hintergrund,  machen alle Radteam-Mitglieder stolz! Den Teilnehmern hat es großen Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein!

Auch im nächsten Jahr wird es sicher wieder eine „Longtour“ geben! Ob wieder nach Berlin oder zu einem anderen Ziel, steht allerdings noch nicht fest. Mit bestimmt mehr Teilnehmern und schönem Wetter!

Herzlichen Dank an:

Birgit Kraft, Marit Schneeweiss und Maren Lindt

 

Mehr Info: www.rttw.de oder auf: www.facebook.com/annett.fournes